Moultrie M-100 Testbericht

Erster Eindruck

Der neue Stern am Moultrie Himmel wurde ja von allen Seiten hoch angepriesen. Umso mehr war ich gespannt, was mich erwarten würde. Wie alle anderen Kameras wurde auch die Moultrie M-100 in einer durchsichtigen Plastikverpackung geliefert. Was sich allerdings darin verbarg, hat mich zunächst erstmal total begeistert. Zum einen ist die M-100 wirklich verdammt klein und kompakt ist. Da fehlt größenmäßig meiner Meinung nach nicht viel an der Dörr Bolyguard. Außerdem hat die M-100 die beste haptik und Verarbeitung, die ich bei einer Wildkamera bisher gesehen habe. Der matte, leicht rauhe Kunststoff sieht und fühlt sich einfach viel solider an, als die Hochglanz-Plastik von den meisten anderen Wildkameras. Die Kamera ist durch diesen unempfindlichen, harten aber dennoch elastischen Kunststoff äußerst robust. Im Lieferumfang sind neben der Kamera noch ein Befestigungsgurt sowie ein Datenkabel.

Inbetriebnahme

 

Bedienung / Benutzerfreundlichkeit

Von der Bedienung der Moultrie M-100 war ich leider etwas enttäuscht. Zum einen gibt es auch nur Englisch als Menü-Sprache, zum anderen hat man nur ein simples Text-Menü, wie bei den ersten Handys zur Verfügung. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit kommt man zwar auch damit recht gut und schnell klar, allerdings hätte ich mir ein einfacheres grafisches Menü wie bei der SpyPoint oder auch der Primos Super Model gewünscht. Positiv ist der integrierte Bildbetrachter, um Fotos bereits vor Ort anschauen zu können.

Praxiseinsatz

Im praktischen Einsatz überzeugte mich die M-100 hingegen auf ganzer Linie. Zwar hatte ich es Anfangs schwer, Wild vor die Linse zu kriegen, aber dafür kann ja bekanntlich die Kamera nichts. Zunächst habe ich das Highlight der M-100, die Plot-Funktion ausprobiert. Dabei macht die Kamera in einem bestimmten Zeitraum (z.B. ab Sonnenaufgang 2 Stunden und ab Sonnenuntergang 2 Stunden) alle xx Sekunden ein Foto. Ich habe den Abstand der Fotos auf 15 Sekunden eingestellt. Aus diesen Fotos wird von der Kamera eine spezielle Datei erstellt, die dann am PC mit entsprechender, von Moultrie zur Verfügung gestellter Software, wie ein Zeitraffer-Film angeschaut werden kann. Dabei sind die Aufnahmen der “Dachs-Familie” entstanden. Meiner Meinung nach vor allem für größere Flächen und weitere Entfernungen sehr zu empfehlen, da der Bewegungsmelder ab einer bestimmten Entfernung einfach nicht mehr auslöst, was auch logisch und in Ordnung ist.

Anschließend habe ich die Kamera an einer Kirrung angebracht. Auch hier hatte ich zunächst wenig Glück, da das Schwarzwild inzwischen in den Feldern ist und sich auch die Waschbären nicht mehr so blicken lassen. Leider konnte ich deshalb lediglich ein Foto eines Rehs machen.

Zum Glück haben mir aber ein paar mit der M-100 sehr zufriedene Leser ihre Aufnahmen zur Verfügung gestellt, die sich meiner Meinung nach wirklich sehen lassen. Vor allem die Nachtaufnahmen stehen denen der SpyPoint Pro-X quasi in nichts nach.

Bezüglich des Stromverbrauchs bin ich auch zufrieden. Die Batterien hielten zwar nicht so lang, wie bei der SpyPoint, dafür dass ich die billigsten, die ich gefunden habe, genommen habe, war das Ergebnis zufriedenstellend.

Fazit

Bezüglich Haptik, Größe und Verarbeitung ist die M-100 deutlicher Vorreiter auf dem Gebiet der Wildkameras. Das ist auch der Grund, der sie momentan zu einer meiner Favoriten macht. Bezüglich Bedienung und Benutzerfreundlichkeit hängt Moultrie den anderen Herstellern noch etwas hinterher, vor allem wenn man auf eine grafisch ansprechende und simple Menüführung steht. Ansonsten leistet die Kamera wirklich gute Arbeit, sowohl die Plot-Funktion als auch der normale Sensor-Modus funktionieren reibungslos und die Kamera macht vor allem auch Nachts gute und deutliche Bilder.

 

2 Antworten zu “Moultrie M-100 Testbericht”

    • Manja sagt:

      Hallo Moultrie Freunde,

      hat jemand von euch vielleicht eine deutsche Bedienungsanleitung der Moultrie M100??

      Oder einen Link zum download.

      Vielen Dank- Gruß Manja

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